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SCIENCE TALKS

Andreas Suchanek

Science Talk 2, Do. 10.03.2005, 19.30 Uhr

Menschen wollen miteinander tauschen. Sie fürchten sich aber auch davor, ausgebeutet und betrogen zu werden. Ein Dilemma! Allerdings kein unauflösbares: Genau um diesem Dilemma zu entgehen, wurden viele der Institutionen geschaffen, die wir heute kennen. Das behaupten zumindest verschiedenste Vertreter der so genannten "Neuen Institutionenökonomik": Eigentumsrechte, Verfügungsrechte, Verfassungen, Gerichtsbarkeiten - all das existiert deshalb, um die Angst vor Ausbeutung zu verringern und die Generierung von "Kooperationsgewinnen" zu ermöglichen. Und mithin das, wofür Wirtschaft letztlich da ist. Institutionen sind somit für unsere Ökonomie wie auch für unsere Gesellschaft von essentieller Bedeutung und keineswegs überflüssig, wie naive Konzepte eines befreiten Marktes behaupten. Damit rehabilitiert die "Neue Institutionenökonomik" aber indirekt auch das, was in der Regel hinter der Entwicklung und Reform von Institutionen steht: Die Politik.

Über die "Neue Institutionenökonomik" gilt es daher zu reden. Was ScienceTalk Nr. 2 tut.

Andreas Suchanek

Er studierte Volkswirtschaftslehre in Kiel und Göttingen. Gegenwärtig hat er die Forschungsprofessur für "Nachhaltigkeit und Globale Ethik" an der Handelshochschule Leipzig im Verbund mit dem Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschafts- und Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, Institutionenökonomik und Methodologie. Von ihm erschienen in den vergangenen Jahren u.a.: Ökonomik. Eine Einführung (zusammen mit Karl Homann), 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck 2005; Ökonomische Ethik, Tübingen: Mohr Siebeck 2001 (UTB 2195)

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