Heimo Zobernig definiert in seiner Ausstellung Skulptur und Raum unter der Voraussetzung, dass beide sich im System
Kunst befinden. Dieses weist ganz bestimmte Struktur- und Funktionsmerkmale auf. Zobernig folgt in seinem künstlerischen
Ansatz nicht der Analyse, sondern dem Vorführen dieser Phänomene. Gestalt und sinnlich materielle Qualität seiner
skulpturalen und räumlichen Objekte verweisen auf die Bestimmung und Bedeutung des Kunstraumes in der Weis, dass sie
sein dreidimensionales Vokabular, auch und vor allem auf der Ebene der Versatzstücke, aufgreifen und zur Sprache
bringen. Der Künstler macht deutlich, dass wir es im Bereich der Kunst in erster Linie mit dem Faktum des Kontextes zu
tun haben, dass heißt, dass Wertvorstellungen und Verschiebungen in entscheidender Weise aus dieser Tatsache
resultieren. Einiger der präsentierten Objekte Zobernigs stammen aus seinem bisher entwickelten Ausstellungsalphabet. Er
stellt sie in Graz in einen anderen Kunstkontext, andere hat er aus dem spezifischen Raumkontext der Neuen Galerie
entwickelt. Dazu zählen eine radikal veränderte Eingangssituation, eine innere Raumhülle für einen der spätbarocken
Prunksäle sowie eine Bodenskulptur, die sich über insgesamt fünf Räume erstreckt.
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